Ein Lastwagen als Daheim - Pfuusbus
Nov 22

Ein Lastwagen als Daheim

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Am 15. November öffnete der Pfuusbus im Albisgüetli seine Türen wieder für ein halbes Jahr. Dabei gab es für die Gäste gleich zwei Novitäten: Sie durften einen neuen Bus und ein neues Vorzelt in Beschlag nehmen.

Seit 2002 erhalten obdachlose Menschen im Pfuusbus von Pfarrer Sieber ein Dach über dem Kopf, zu essen und die Möglichkeit, engagierten Helfern ihr Herz auszuschütten und mit ihnen nach Lösungen ihrer akutesten Probleme zu suchen. Der Sattelschlepper, den wir damals als Occasionsfahrzeug übernehmen konnten, war nach 14 harten Wintern in Wind und Wetter nicht mehr kostengünstig in Stand zu halten. Darum mussten wir uns nach einem Nachfolger umsehen. Wir fanden ein geeignetes Gebrauchtfahrzeug, bloss fehlte uns das Geld. Dank vieler beherzter Spender konnten wir den Laster schliesslich kaufen. Die nötigen 120‘000 Franken kamen innert nur vier Monaten zusammen. Das überwältigende Echo zeugt von unserer für Zürich unverzichtbaren und in der Bevölkerung gut verankerten Arbeit, wofür wir sehr dankbar sind.

Feiern der Gemeinschaft

So feierten wir den Saisonauftakt heuer speziell – nämlich gleich doppelt und im Beisein vieler engagierter und beherzter Gäste. Am 14. November mit einer Feier für Spender und Medien, am 15. November mit einem Einweihungsanlass für die künftigen Benützer, für Betreuerinnen und Mitarbeitende. Beide Feste in den neuen Räumlichkeiten wurden zu fröhlichen Anlässen mit Ansprachen, Musik, Besinnung und kulinarischen Leckereien, bei denen der Gemeinschaftsgedanke ganz konkret erlebbar wurde. So kamen im Beisein von Stiftungsgründer Pfarrer Ernst Sieber und SWS-Gesamtleiter Christoph Zingg unterschiedlichste Menschen ungezwungen in Kontakt miteinander und konnten vor Ort einen Blick ins wohl ungewöhnlichste Daheim der Schweiz werfen.

Wie sehr der Pfuusbus ein Unikum ist, lässt sich daran ablesen, dass ihm zur Eröffnung sogar ein eigener Song gewidmet wurde: der Pfuusbus Blues. Komponiert und vorgetragen wurde das Stück vom ehemaligen SWS-Mitarbeiter Etienne Conod, der es verstand, die Besonderheit dieser Unterkunft in Worte und mitreissenden Groove zu formen.

 

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