Christian Klaus - Pfuusbus

Freiwilliger Mitarbeiter Pfuusbus / Brot-Egge

Christian Klaus hilft als freiwilliger Mitarbeiter dort aus, wo Not am Mann ist. So etwa im Pfuusbus, im Brot-Egge und bei den Kältepatrouillen. Auch als Transporteur ist der vielseitige Mann immer wieder eine willkommene Verstärkung.

Christian Klaus mag es, wenn ihn jeder Tag mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. Dabei könnte er es als Pensionierter durchaus ruhiger angehen lassen. Doch das liegt dem ehemaligen administrativen Dienstchef bei der Swisscom fern. „Ich brauche die Abwechslung und die Herausforderung“, sagt er und lacht. „Sonst fühle ich mich unwohl.“ In der Tat scheint Christian Klaus ein Mann mit unerschöpflicher Energie zu sein. So hilft er nicht nur in Einrichtungen von Pfarrer Sieber und seiner Sozialwerke mit, sondern rackert regelmässig auf Alpweiden für Bergbauern im Kanton Uri. Daneben unternimmt er – sofern er denn noch Zeit findet – Trekkingtouren in den Himalaya und in die Hochalpen. „Ich brauche die Abwechslung“, lacht er, „sonst wird mir langweilig.“

Entschlossenheit und Tatkraft

Von Langeweile kann in der Notschlafeinrichtung Pfuusbus keine Rede sein. Heute ist er mitverantwortlich für die Infrastruktur im Pfuusbus, d.h. für Strom, Wasser, die Kontrolle der Lebensmittelvorräte, die Kaffeemaschinen, Kochutensilien usw. Weiter ist er für die Sauberkeit auf dem Areal zuständig und organisiert Reparaturen. Da er fast täglich anwesend ist, kennt er viele Übernachtungsgäste und erfährt von ihnen, wenn kurzfristige unbürokratische Hilfe angesagt ist. Auch auf den Kältepatrouillen ist Christian Klaus regelmässig anzutreffen. „Ich spüre, dass viele Gäste meinen Einsatz schätzen. Das motiviert mich immer wieder neu.“ Es erstaunt deshalb nicht, dass er von vielen Gästen auch als Gesprächspartner sehr geschätzt ist. Der Elan des dynamischen 69-Jährigen ist auch ausserhalb der Pfuusbus-Saison, die von Mitte November bis Mitte April dauert, ungebremst. Christian Klaus fungiert dann etwa als Fahrer für Umzugs- oder Warentransporte zwischen verschiedenen Einrichtungen der Sozialwerke Pfarrer Sieber. Er hilft, wenn Betreute zügeln müssen und wenn kräftige Arme beim Ein- und Ausladen von Möbeln gefragt sind.

Ich staune oft, wie Betroffene ihre Situation mit schonungsloser Offenheit sehen.Christian Klaus

Toller Zusammenhalt im Team

Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten beflügeln den treuen FCZ-Fan. „Für mich ist es wichtig, mit den Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein Stück ihres Weges zu gehen.“ Die Erlebnisse, die er während seiner Einsätze mache, seien sehr bereichernd, betont Christian Klaus, auch wenn sie nicht immer schön seien. „Ich staune oft, wie Betroffene ihre Situation mit schonungsloser Offenheit sehen und sich mir anvertrauen und wie sie bemüht sind, Lösungen für ihre Probleme zu finden“, sagt Klaus. „Das ist etwas, was ich in unserer Gesellschaft sonst etwas vermisse.“ Neben den bereichernden Begegnungen mit sozial desintegrierten Menschen schätzt Christian Klaus besonders den tollen Zusammenhalt von Mitarbeitenden und Helfern. „Da spüre ich, dass es viele Menschen gibt, denen das Schicksal anderer nicht gleichgültig ist und die etwas zur sozialen Verbesserung in unserer Gesellschaft beitragen wollen.“